VITA
Die Faszination für das Zusammenspiel von Technik und Kunst prägte meinen Weg von Anfang an. Nach meiner Ausbildung zum Fernmeldetechniker studierte ich Grafikdesign an der Werkkunstschule Würzburg und wechselte anschließend an die Kunstakademie Düsseldorf, wo ich bei Joseph Beuys Malerei und Bildhauerei studierte.
Währenddessen entdeckte ich Fotografie und Film als neue Ausdrucksmittel. An der Hochschule für Fernsehen und Film München studierte ich mit Schwerpunkt Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik, übernahm anschließend Lehraufträge an der HFF und gründete schließlich meine eigene Film- und TV-Produktion in München. Als Kameramann, Regisseur, Cutter, Produktionsleiter und Autor realisierte ich zahlreiche Produktionen und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet.
Doch am Ende zog es mich zurück zu meinen Wurzeln – zur unmittelbaren Arbeit mit Stein und Bronze. Geprägt von den Erfahrungen hinter der Kamera, von archäologischen Exkursionen und meiner Faszination für archaische Kulturen widme ich mich heute ganz der Bildhauerei. Diese unterschiedlichen Stationen meines Lebens fließen in meine Werke ein und verbinden Bewegung, Material und Form zu einer eigenständigen Ausdruckskraft.
Inspiration & Material
Am Anfang jedes Kunstwerks steht für mich die Suche nach dem richtigen Material. In Steinbrüchen, Flussbetten oder auf Reisen – etwa in die Ägäis zu den Inseln Paros und Naxos – entdecke ich Steine, die bereits ihre eigene Geschichte in sich tragen. Im rohen Material erkenne ich oft schon eine Spur von Form, ein verborgenes Gesicht, das nur darauf wartet, sichtbar gemacht zu werden. Inspiration finde ich dabei in der Ursprünglichkeit der Natur ebenso wie in archäologischen Funden und den Ausdrucksformen alter Kulturen.
Die Köpfe im Mittelpunkt
Das Gesicht ist für mich der Ausdruck des Wesens, der Individualität – bei Mensch und Tier gleichermaßen. In meinen Skulpturen steht daher immer der Kopf im Zentrum. Manche Werke haben mehr als ein Gesicht, spiegeln Gegensätze wie Wachsein und Träumen, Grobes und Feines, Vergehen und Entstehen. So wird jedes Gesicht zum Symbol für das Vielschichtige und Tiefe des Lebens.
Stein & Bronze: Mein Schaffensprozess
Am Anfang steht das Erkennen: Im Stein oder im Metall entdecke ich eine verborgene Gestalt. Schrittweise arbeite ich diese heraus, lasse dabei möglichst viel von der natürlichen Struktur und Farbe sichtbar. Auch meine Bronzearbeiten entstehen aus einer besonderen Technik – oft in Form von Masken oder Reliefs, inspiriert von archaischen und rituellen Kunstformen fremder Kulturen. Für mich geht es immer darum, das Ursprüngliche zu bewahren und das Unverwechselbare herauszustellen.
Vom Werden und Vergehen
Meine Skulpturen erzählen Geschichten von Zeit, Verwandlung und Vergänglichkeit. Manche zeigen das Entstehen, das Herauswachsen aus dem Material; andere verweisen auf Spuren von Verfall und Reduktion. So spiegeln meine Werke nicht nur äußere Formen, sondern auch innere Prozesse: den Wandel, der unser aller Leben prägt. Ich lade dazu ein, hinter die Oberfläche zu blicken und das Zeitlose im Moment zu entdecken.